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| 1. steiner-parker synthacon (3:35) 2. emu modular system (3:50) 3. roland sh-2000 (1:12) 4. buchla modular system 100 (2:11) 5. sci prophet-t8 (3:28) 6. yamaha tx 816/ dx 7 (4:34) 7. yamaha gs2 (2:48) 8. mixtur-trautonium: agitato (2:24) 9. mixturtrautonium: meditation (2:01) 10. rmi harmonic (2:40) 11. oberheim x-pander (5:52) 12. gleeman pentaphonic (2:56) 13. oberheim ob-8 (2:57) 14. korg ps-3300 (2:53) 15. variophon (2:06) 16. crumar ds-2 (3.33) 17. roland jx-8p (2:38) 18. sci prophet vs (5:50) gesamtspielzeit: 58:50 |
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| SYNTHESIZER VON GESTERN Vol.3 Matthias Becker, Claudius Brüse, Klaus Stühlen, Ralf Weber und Oscar Sala Diese CD ist die Fortsetzung eines Projektes, das im Jahr 1990 mit dem Buch und der CD SYNTHESIZER VON GESTERN begonnen wurde. Wieder haben wir alle Kompositionen mit jeweils einem einzigen Instrument realisiert, um dessen spezifische Klangmöglichkeiten deutlich zu machen. Auch bei der Arbeit an dieser - nunmehr dritten - CD wurde wieder einmal mehr deutlich, daß viele Synthesizer klanglich größere Resourcen bieten, als man ihnen gemeinhin zutraut. Soweit die Instrumente es erlaubten,wurden sie über entsprechende Interfaces per MIDI angesteuert; wo dies nicht möglich war, haben wir entweder ganz auf die Computerunterstützung bei der Einspielung verzichtet, oder aber Sampler eingesetzt um die Klänge nichtmidifizierter Instrumente korrekt zu rhythmisieren. Soweit Samples verwendet wurden, handelte es sich allerdings immer um "one shot Samples ohne irgendwelche Loops und ohne Klangbearbeitung. Das klangliche Rohmaterial wurde stets ausschließlich von den entsprechenden historischen Synthesizern geliefert. Die einzelnen Sounds und Stimmen wurden nacheinander Spur für Spur auf einer 24-Spur Maschine aufgezeichnet, stereophon abgemischt und auf DAT Recorder gemastert. An Peripheriegeräten bei der Abmischung kamen diverse digitale Hallgeräte, Digitaldelays, Multi-Effekt- Prozessoren, Exciter, Noisegates, Kompressoren, analoge Flanger und Phaser sowie der SPL VITALIZER zum Einsatz. Das Mastering erfolgte in Claudius Brüses WHITE OAK Studio mit Hilfe von DIGIDESIGNS PROTOOLS. Sämtliche Titel wurden mit DINR entrauscht und einem Teil der Kompositionen wurde darüber hinaus noch mit QSOUND zusätzliche Räumlichkeit verliehen. Unser besonderer Dank gilt Oscar Sala, dem Berliner Altmeister der Elektronischen Musik, den wir auch diesmal wieder für die Mitarbeit an unserem Projekt gewinnen konnten. Die beiden hier vorgestellten Titel stammen von seiner 1970 veröffentlichten LP RESONANZEN, die mittlerweile - dank der freundlichen Genehmigung der SELECTED SOUND MUSIKVERLAG GMBH - endlich auch als CD (ORIGINALTON WEST OW 028) erhältlich ist. Das kompakte amerikanische Instrument, bietet trotz seines nicht modularen Aufbaus ungewöhnlich umfassende Modulationsmöglichkeiten und das Multimodefilter verleiht ihm einen recht eigenen, charakteristischen Klang. Die Rhythmisierung der Sounds erfolgte per Sampler, da kein MIDI-Interface integriert war. Dieses extrem rare modulare System zeichnet sich besonders durch seine stimmstabilen Oszillatoren und die hervorragenden Filter aus. Die Holz- und Metallklangfarben des Titels entstanden mit Hilfe des Ringmodulators, der Klang der Solostimme wurde durch manuelle Betätigung des Resonanzfilters während der Aufnahme in Echtzeit verändert. Samples kamen nicht zum Einsatz, die Ansteuerung erfolgte via Roland MPU- 101 MIDI-Interface und C-LAB Notator Software. Viele der hier mit diesem recht unscheinbaren monophonen Synthesizer erzeugten Klangfarben erinnern deutlich an Sounds aus den Werken von Wendy Carlos. Die Realisation des Stückes erfolgte mit Hilfe von One-Shot-Samples und C-LAB Notator. Diese Komposition mit Buchlas erstem modularen Synthesizer aus dem Jahre 1969 entstand gänzlich ohne MIDI und Computer. Das Stück besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Rauschklangfarben, die mit Hilfe eines Roland 700 Sequenzers rhythmisiert wurden. Ein Clicktrack auf der 24-Spur Maschine steuerte dabei in Verbindung mit dem Pulsshaper des Sequenzers die Synchronisation der einzelnen Schichten. Besonders prägnant auch die durch die digitale Nachbearbeitung mit QSOUND¬ erreichte extreme Räumlichkeit der Mischung. Das Luxusmodell aus Sequential's Serie analoger Synthesizer überzeugt durch druckvolle Bläserklänge und einen an Jan Hammer erinnernden Sync-Lead Sound. Die klangliche Ähnlichkeit zum "kleinen Bruder" Prophet 5 ist unverkennbar. Die Einspielung erfolgte mit Unterstützung von MIDI und Computer. Diese Komposition enstand unter Verwendung eines TX 816 Expanders, der bezüglich seines Klangerzeugungspotentials 8 einzelnen DX 7 Synthesizern entspricht und zeigt das große und bis dato noch längst nicht voll erforschte Klangpotential der FM-Technologie . Der Komponist Claudius Brüse über sein Werk "Do Androids Dream of Electric Sheep?": Dieser Auszug aus der SUITE FÜR MIXTUR-TRAUTONIUM UND ELEKTRONISCHES SCHLAGWERK von der CD RESONANZEN (OW 028) demonstriert einmal mehr den schier unglaublichen Klangfarbenreichtum des Mixtur- Trautoniums. Das Stück wurde 1970 von Oskar Sala auf dem Röhren-Mixtur-Trautonium per Overdubbing realisiert - selbstverständlich damals noch ohne MIDI und Computer. Die Veröffentlichung auf dieser CD erfolgt mit freundlicher Genehmigung des SELECTED SOUND MUSIKVERLAG GmbH. Auch dieser Titel stammt von der CD RESONANZEN und wurde - wie auch Track 8 - von Claudius Brüse meisterlich digital restauriert. Das - übrigens noch mit Röhren an Stelle von Transistoren arbeitende - Mixtur-Trautonium klingt hier so aufregend, ungewöhnlich und modern wie nur die wenigsten zeitgenössischen elektronischen Klangerzeuger. Nicht zuletzt jedoch durch das unvergleichliche Spiel seines einzigen Virtuosen: Oskar Sala. Der RMI Harmonic bietet aufgrund seiner speziellen Art der Klangerzeugung (digitale Oszillatoren) ein sehr charakteristisches und eigenwilliges Klangspektrum. Da das Gerät nicht midifiziert war, wurde zum Teil.mit One-Shot-Samples gearbeitet. Diese Instrument besticht durch seine Modulationsmöglichkeiten. Viele Linien wurden durch langsame Hüllkurven und/oder LFOs klangfarblich moduliert und ändern so die Farbnuancen. Das Stück wurde mit genau 18 einzelnen Stimmen realisiert, sozusagen also einem X-pander und zwei "Ghostbrothers" dank Overdubbing. Der Gleeman Pentaphonic ist ein 5-stimmiges Instrument, das in Punkto Sound etwas an den Prophet 5 von Sequential Circuits erinnert, wenn auch seine Modulationsmöglichkeiten längst nicht so umfassend sind wie die seines berühmten Kollegen. Realisiert mit Hilfe von One-Shot-Samples und C-LAB NOTATOR. Diese Komposition präsentiert einmal mehr die typischen Stärken der Oberheim Synthesizer: überzeugende Bläser- und Streichersounds sowie interessante Perkussionsklangfarben. Realisiert mit Hilfe der bereits werksseitig integrierten MIDI- Schnittstelle und C-LAB NOTATOR. Der "Rolls-Royce" der Korg PS-Serie ist zwar vollpolyphon spielbar, läßt sich jedoch - wie man hier deutlich hören kann - auch denkbar gut für die Erzeugung experimenteller Klangfarben einsetzen. Die Dieses monophone Instrument erzeugt ausschließlich Bläserklänge und wird entweder per Melodika-ähnlichem Interface (eine Art Flöte mit Tastatur) oder mit Tastatur und Blaswandler (beide speziell zum Gerät zugehörig) gespielt. Außer einem Portamento (das hier nicht eingesetzt wurde) und einem Fußschweller für Wah-Wah-ähnliche Effekte existieren keine Spielhilfen; Vibrato, Lautstärke und Klangfarbe müssen ausschließ1ich mit dem Blaswandler erzeugt werden. Das vorliegende Stück wurde in Mehrkanaltechnik und zur Erhaltung eines "menschlichen" Ausdrucks völlig ohne Clicktrack aufgenommen. Der italiensche Crumar DS-2 ist ein flexibel einzusetzendes, stark unterbewertetes Instrument, das sowohl druckvolle Baßsounds, als auch - dank seiner 2 LFO's - sehr komplexe Modulationsklänge zu erzeugen vermag. Rolands JX-8P überzeugt durch volle, warme Sounds, die sich durchaus mit denen der Oberheim Instrumente messen können. Auch wenn die Programmierung des Gerätes deutlich umständlicher ist als beim Oberheim OB-8 oder OBX-A, so zeigt unser Klangbeispiel doch, daß sich die Beschäftigung mit diesem Instrument durchaus lohnt. Einspielung via MIDI und C-LAB NOTATOR. Ein klangfarblich sehr ausdrucksstarkes Instrument. das etwas weichere Klangfarben-Übergänge als ein PPG 2.2 / 2.3 ermöglicht, aber dafür weniger "wilde" Farbverläufe aufweist. Das Stück basiert ausschließlich auf dem Ton Cis, alle Verläufe sind direkt von dessen Obertonreihe abhängig. © ORIGINALTON WEST 1994 |
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